FAQ

Häufig gestellte Fragen

Fragen zum diabetischem Fuß

Bei Fragen zum Diabetischen Fußsyndrom und dessen Versorgung wenden Sie sich an ihren Hausarzt, Diabetologen, Podologen, Diabetesberater, Orthopädie(schuh-)techniker oder suchen Sie eine Diabetes-Fuß-Ambulanz auf.

Unpassende Schuhe stellen die Hauptursache für Amputationen des diabetischen Fußes dar. Rund 80% aller Amputationen bei Diabetikern werden von Fußwunden ausgelöst, die durch handelsübliches Schuhwerk hervorgerufen wurden. Diese Schuhe sind häufig zu kurz, zu schmal, zu hart oder haben keine ausreichende Passform. Der Patient spürt aufgrund seiner Sensibilitätsstörungen nicht, wenn der Schuh drückt. Die Folgen sind Fußwunden. Wichtig: Selbst kurzzeitiges Tragen inadäquaten Schuhwerks kann Fußwunden hervorrufen. Durch unsere klinische Studie konnte nachgewiesen werden, dass die LucRo Schuhe der Entstehung erneuter Fußwunden entgegenwirken.

Liegt eine akute Ulzeration vor, sollten umgehend entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Suchen Sie dazu am Besten Ihren behandelnden Arzt oder eine diabetologische Schwerpunktpraxis auf. Besonders wichtig ist neben der medizinischen Versorgung eine Entlastung der betroffenen Stellen. Dazu sind je nach Befund zum Beispiel sogenannte Entlastungs- sowie Verbandsschuhe, Orthesen oder ein Vollkontaktgips geeignet. Während eine offene Fußwunde vorliegt, sollte der LucRo Schuh nicht getragen werden. Um die Gefahr der Entstehung von Fußwunden möglichst schnell zu erkennen, besteht folgendes Versorgungskonzept: Jährliche hausärztliche Fußuntersuchung aller Patienten mit Diabetes mellitus auf das Vorliegen einer Nervenschädigung und einer Durchblutungsstörung. Liegt eine Sensibilitätsstörung vor, ist eine halbjährliche Untersuchung angeraten. Patienten ab der Risikoklasse III (Zustand nach plantarem Ulkus) sollten mindestens alle drei Monate eine ambulante Untersuchung vornehmen lassen.

Inspizieren Sie täglich Ihre Füße auf Veränderungen, betrachten Sie die Zehenzwischenräume und die Fußsohlen. Benutzen Sie dazu notfalls einen Spiegel oder bitten Sie einen Angehörigen, Ihnen behilflich zu sein. Achten Sie beim Baden der Füße auf die Temperatur: Prüfen Sie die Wassertemperatur mit einem Thermometer (max. 35°C). Lassen Sie die Haut nicht zu sehr aufweichen und benutzen Sie rückfettende Seifen. Trocknen Sie Ihre Füße sehr sorgfältig ab, besonders zwischen den Zehen. Verwenden Sie am besten ein weiches Handtuch, damit die Haut durch das Reiben nicht verletzt wird. Benutzen Sie für die Nagel- oder Fußpflege niemals scharfe Gegenstände wie Rasierklingen, Zangen oder Raspeln, sondern nur stumpfe Feilen für Ihre Nägel oder Bimsstein für Ihre Hornhaut. Schneiden Sie Ihre Fußnägel gerade ab und feilen Sie die Nägel mit einer stumpfen Nagelfeile gerade.

Kürzen Sie Ihre Nägel nur so weit, dass sie mit dem Zehenrand abschließen. Ein Einwachsen der Fußnägel lässt sich so vermeiden. Reiben Sie raue Stellen und Hornhautpartien (Ferse und Sohle) mit feuchtigkeitshaltiger Creme oder Salbe ein, um Risse zu vermeiden. Dafür gibt es spezielle Produkte. Jedoch sollte darauf geachtet werden, diese Salben nicht zwischen den Zehen oder auf wunden Stellen aufzutragen. Gehen Sie bei allen Veränderungen wie Blasen- oder Hühneraugenbildung, Rötungen, Schwellungen, Einrissen, Hautabschilferungen oder sonstigen Verletzungen sofort zum Arzt oder Podologen. Nehmen Sie alle Veränderungen an Ihren Füßen sehr ernst! Als Betroffener sollten Sie sich ausschließlich an speziell ausgebildete Fußpfleger (Podologen) wenden. Die Anschrift eines Fußpflegers in Ihrer Nähe können Sie bei Ihrem Haus- oder Facharzt erfragen.

Fußform und Fußlänge ändern sich oftmals im Laufe des Lebens und der Krankheit. Achten Sie daher immer auf die Passgenauigkeit der Schuhe – auch wenn Sie nicht unter einer Sensibilitätsstörung leiden. Wenden Sie sich beim Kauf neuer Schuhe am Besten an den Fachhandel (Orthopädieschuhtechniker oder Orthopädietechniker) zur genauen Fußvermessung. Dies ist besonders wichtig, wenn bei Ihnen bereits eine Sensibilitätsstörung der Füße vorliegt. Bestellen Sie keine Schuhe über Kataloge oder Internet. Eine exakte Größenbestimmung zur Passgenauigkeit ist unerlässlich. Prüfen Sie vor jedem Anziehen den Schuhinnenraum auf Fremdkörper. Tasten Sie dazu beide Schuhe aus. Achten Sie auf Verschleißerscheinungen und sorgen Sie frühzeitig für Ersatz oder Reparatur. Nur ein voll funktionsfähiger Schuh kann optimalen Schutz gewährleisten.

Fragen zum LucRo Schuh

Ja, die LucRo Schuhe können auch einzeln verordnet und bestellt werden. Je nach Bedarf kann nur ein linker oder nur ein rechter Schuh angefordert werden (ohne Rückgaberecht). Die Lieferzeit beträgt drei bis vier Wochen.

Auch bei einer Beinlängendifferenz muss nicht auf LucRo Schuhe verzichtet werden. Die Sohle ist problemlos für den orthopädie(schuh-) technischen Fachhandel aufzubauen, so dass eine unterschiedliche Beinlänge ausgeglichen werden kann.

Ja, sofern erforderlich besteht die Möglichkeit unterschiedliche Größen für den rechten und linken Fuß zu bestellen (ohne Rückgaberecht). Die Lieferzeit beträgt ca. 3 - 4 Wochen.

Auch LucRo kinetic kann bei entsprechender Indikation vom Arzt als Diabetiker-Schutzschuh verordnet werden. Vor kurzem wurde auch der kinetic-Schuh in das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Der Patient muss daher lediglich den gesetzlichen Eigenanteil tragen.

Der LucRo Schuh wirkt mit seinem Rundum-Schutz erwiesenermaßen der Neubildung von Fußwunden entgegen. Der Schuh ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Therapie, doch weitere Faktoren haben ebenfalls Einfluss auf die Entstehung von Fußwunden. Der Diabetiker muss sich darüber bewusst sein, dass er seinen Füßen lebenslang höchste Aufmerksamkeit schenken muss. Wichtig ist die tägliche Fußinspektion und eine regelmäßige professionelle Fußpflege. Die Schuhe sollten vor jedem Tragen auf innen liegende Fremdkörper inspiziert werden. Auch die Wahl spezieller Socken und Strümpfe für Menschen mit Diabetes ohne auftragende Nähte und einschneidenden Bündchen trägt zur Reduktion des Risikos bei, Fußwunden zu erleiden.

Der eigentliche Nutzen von Vorderkappen besteht in der Formerhaltung des Schuhs, denn somit kann Druck, der von oben auf den Schuh einwirkt, gedämpft werden. Bei empfindlichen Diabetikerfüßen birgt der Einsatz einer Vorderkappe jedoch Gefahren. Sobald Druck auf die Vorderkappe ausgeübt wird, kann sich dieser auf den Fuß übertragen und verletzend auf die betroffenen Stellen wirken — die Folge könnten Fußulzerationen sein. Um den Druck auf den Vorderfuß, insbesondere die Zehen, möglichst gering zu halten, verzichten wir bei unseren Schuhen der gesamten LucRo-Kollektion auf die Verwendung von Vorderkappen.

Diese Abkürzungen bezeichnen die Schuhweite, in denen Sie unsere LucRo Schuhe erhalten können. Durch die verschiedenen Weiten erhöht sich die Passgenauigkeit für jeden einzelnen Fußtyp. Dabei stehen S für schmal, M für mittel und W für weit. Die Bezeichnung plus 10 besagt, dass über die gesamte Länge der Schuhinnenraum um 10 mm erhöht wurde. Damit ergibt sich ein noch größeres Innenvolumen. Starke individuelle Fußbettungen finden hier genügend Platz. Welche Weite für den Kunden die richtige ist, entscheidet der Techniker nach Messung der Füße.

Eine Sohlenrolle unterstützt und führt die Abrollung des Fußes in der letzten Phase eines Schrittes. Besonders die Belastung des Vorfußes, die Bewegung in den Zehengrundgelenken und die gesamte Bewegungsbeanspruchung des Mittelfußes kann durch eine Sohlenrolle positiv beeinflusst werden. Durch den Sohlenaufbau der LucRo Schuhe (Sohlenrolle und Versteifung) werden Druckspitzen im gefährdeten Vorfußbereich reduziert und vom Sohlenverbund aufgenommen.

Ja, es ist möglich, LucRo Schuhe neu zu besohlen. Dafür bieten wir dem Fachhandel die Möglichkeit, Laufsohlen, Einlagen und andere Bestandteile des LucRo Schuhs separat zu bestellen.

Patienten mit der Diagnose Diabetes mellitus sollten sich von einem Facharzt auf diabetische Polyneuropathie und Durchblutungsstörungen hin untersuchen lassen. Bei positivem Befund sollte unbedingt das Thema Schuhe zur Sprache kommen. LucRo Spezialschuhe können nachweislich vor mechanischen Irritationen und Ulzerationen schützen. Es sollte keinesfalls gewartet werden, bis erste Wunden auftreten! Die Wahl der Schuhart, ob LucRo classic oder LucRo kinetic, hängt maßgeblich von den Fußmaßen ab. Wir bieten für beide Reihen eine breite Auswahl verschiedener Damen- und Herrenmodelle an. Verschrieben wird die Bezeichnung des Einzelprodukts (LucRo) bzw. die Hilfsmittelnummer.

Nein, nicht zwangsläufig. Der Schuh wird mit einer flachen Standardeinlegesohle ausgeliefert. Oftmals ist diese Versorgung ausreichend. Bei entsprechender Indikation wird vom Arzt eine Höherversorgung mit zusätzlicher diabetesadaptierter Fußbettung verschrieben. Der Orthopädie(schuh-)techniker fertigt diese individuell für den Patienten an. Die Standardweichbettung wird beim Tragen einer diabetesadaptierten Fußbettung vorher aus dem Schuh genommen um genügend Platz für die individuelle Einlage zu erhalten.

Unsere LucRo Schuhe sind aus qualitativ hochwertigen Materialien gefertigt. Die Haltbarkeit der Schuhe ist abhängig vom Einsatzbereich, der Tragedauer und der Pflege der Schuhe. Genaue Aussagen über die Haltbarkeit können nicht getroffen werden, da der Verschleiß – wie bei allen Schuhen – individuell sehr unterschiedlich ist.

Der Sitz des Schuhs muss unbedingt bei Auslieferung vom abgebenden Fachhandel und vom behandelnden Arzt überprüft werden. Während des Krankheitsverlaufs ist es möglich, dass der Fuß seine Form verändert. Daher sollte der Schuh abhängig vom Befund regelmäßig, jedoch mindestens halbjährlich, vom behandelnden Arzt bei der regulären Fußkontrolle gleich mitgeprüft werden. Zur Kontrolle der Passform kann er sich auch an den ausliefernden Techniker / Fachhandel wenden. Für die regelmäßige Einhaltung der Schuhkontrollen ist der Patient selbst verantwortlich. Auch sollte er seine Füße täglich auf Druckstellen überprüfen.

Die Erstausstattung des gesetzlich krankenversicherten Patienten besteht aus zwei Paar Straßenschuhen und einem Paar Hausschuhe. Anschließend kann ab dem zweiten Jahr jährlich ein weiteres Paar Straßenschuhe verschrieben werden. Alle zwei Jahre kann der Patient ein neues Paar Hausschuhe beantragen.

Fragen zur Schuh-Versorgung

Die privaten Krankenversicherungsträger sind nicht an das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen gebunden. Sie müssen nur den Betrag zahlen, der vertraglich vereinbart wurde. Welche Hilfsmittel von der PKV übernommen werden, ergibt sich aus den konkreten Tarifbedingungen des Versicherungsver trages. Ist ein Hilfsmittel nicht in den Tarifbedingungen gelistet, so wird es in der Regel nicht von der PKV bezahlt, auch wenn es medizinisch notwendig ist. Auskünfte erteilt Ihnen Ihre Versicherungsgesellschaft.

Nehmen Sie die Ablehnung nicht widerspruchslos hin. Versicherte können schriftlich (per Brief oder Fax) einen formlosen Widerspruch bei ihrer Krankenkasse einlegen. Es ist auch möglich, vor Ort persönlich einen Widerspruch „zur Niederschrift“ zu formulieren. Die Krankenkasse ist dann verpflichtet, diesen Widerspruch zu Protokoll zu nehmen und innerhalb einer angemessenen Frist einen neuen Bescheid zu erteilen. Wichtig ist für den Patienten, dass die einmonatige Frist zur Erklärung eines Widerspruchs eingehalten wird.

Der Patient kann das Empfinden des Fersenschlupfs haben. Die Rolle unterstützt dieses Gefühl. Bis zu 0,5 cm Schlupf werden als normal angesehen. Der Schuh benötigt jedoch eine größenabhängige Längenzugabe von mindestens 15mm (gemäß PG31, GKV), da sich der Fuß während der Gangabwicklung nach vorne schiebt. So ist gesichert, dass die Zehen nicht vorne anstoßen. Hinzu kommt vom Patienten ein vermindertes Feingefühl am Fuß. So wird nur ein zu kleiner Schuh als passend empfunden. Die richtige Größenbestimmung ist entscheidend für die Wirksamkeit. Bei zu viel Schlupf kann der Techniker durch orthopädieschuhtechnische Maßnahmen Abhilfe schaffen.

Der Techniker übernimmt eine sehr wichtige Rolle: Er bestimmt die exakte Größe und Weite der zu bestellenden Schuhe. Dafür nimmt er an mehreren Stellen beider Füße Maß. So werden mögliche Differenzen der Füße zuverlässig erkannt. Wurde eine diabetesadaptierte Fußbettung verschrieben, ist er auch für deren korrekte Anfertigung, Anpassung und Auslieferung zuständig. Zur Kontrolle der Passform sollte der Patient sich regelmäßig vorstellen.

Der Arzt trifft aufgrund der Diagnose die Entscheidung, ob eine Versorgung mit den LucRo Schuhen nötig ist. Ferner entscheidet er, ob zusätzlich eine spezielle Einlage (diabetes-adaptierte Fußbettung) benötigt wird. Nach erfolgter Versorgung überprüft er den Sitz des Hilfsmittels.

Nicht jeder Zustand des Diabetikerfußes kann mit den LucRo Schuhen versorgt werden. Auch hier gibt es klare Kontraindikationen: Liegt eine kontrakte Fußfehlstellung vor, so sind in der Regel orthopädische Maßschuhe notwendig. Ebenso bei Teilamputationen proximal der Mittelfußgelenke. Bei einer diabetischneuropathischen Osteoarthropatie ist durch den Umbau des Fußskeletts eine Entlastungsorthese bzw. ein Vollkontaktgips notwendig. Liegt eine akute Infektion am Fuß vor, wird mit einem Verbandsschuh oder einem Fußteilentlastungsschuh der betroffene Bereich entlastet.

Der gesetzliche Eigenanteil liegt für Straßenschuhe bei ca. 76,- EUR. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse oder im Fachhandel.

Der Schuh wird beim Fachhändler ausgesucht und bestellt, d.h. durch Fachbetriebe des Orthopädietechnik- und Orthopädieschuhtechnikhandwerks.

Finden Sie hier einen Orthopädietechniker in Ihrer Nähe.

Die ersten Diabetes-Schutzschuhe mit HMV-Nummer Schuhe auf Rezept

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Immer in der Nähe: der nächste LucRo Orthopädiefachhändler Händlersuche

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