Nachweis der Wirksamkeit von LucRo-Schuhen hinsichtlich der Prophylaxe von Fußulzerationen


Prospektive Kohortenstudie auf der Grundlage von Patientendaten einer Diabetesschwerpunktpraxis,
Juni 1999 bis Dezember 2001

Bestimmte Diabetespatienten mit Podopathie (Diabe-
tes Fußsyndrom) benötigen schützendes „Diabetes“
Schuhwerk: entweder sog. orthopädische Maßschuhe
oder industriell gefertigte „Diabetes gerechte“ Spezial-
schuhe (DSS). Die Wirksamkeit jeder Art medizinischen
Schuhwerks einschließlich „diabetischer“ Schuhe muss
klinisch erwiesen sein, am besten hinsichtlich der Pro-
phylaxe von Fußulzerationen.

Fakten sagen, was gut ist.


Eine Hilfsmittelnummer wird keinesfalls leichtfertig
vergeben, sie hängt von vielen Faktoren ab. Aus-
schlaggebend für die Aufnahme des LucRo
classic-Schuhwerks in das Hilfsmittelverzeichnis war der
mit der klinischen Studie erbrachte Nachweis für
die Einsatztauglichkeit. Zudem erkannte man den
therapeutischen und pflegerischen Nutzen sowie
die hohe Qualität des Schuhs an. So konnten wir
die hohen Anforderungen des Bundessozialge-
richts, der Spitzenverbände und des Medizinischen
Dienstes sicher erfüllen.

Für die LucRo classic-Studie
wurden 92 diabetische Hoch-
risiko-Patienten mit abgeheil-
tem Fußulkus gesucht. Im
Durchschnitt waren alle 63
Jahre alt und hatten seit 13
Jahren Diabetes. 87 Patien-
ten litten an Polyneuropathie
und 24 an der peripheren
arteriellen Verschlusskrank-
heit. Patienten mit erheblichen
Fußdeformierungen waren
ausgeschlossen.

Allen Patienten wurde min-
destens ein Paar LucRo
classic-Schuhe verschrieben.
15 Krankenkassen bewilligten
die Kostenübernahme zu 2/3 der Gesamtkosten für
60 Patienten. Vier Kranken-
kassen lehnten die Kosten-
übernahme ab. Damit mussten
32 Patienten weiterhin ihr
normales Schuhwerk tragen.

Untersucht wurden 92 Hochrisikopatienten
92 diabetische
Hochrisiko-Patienten

Durchschnittsalter
63 Jahre

Diabeteserkrankungsdauer
13 Jahre

Indikation
abgeheiltes Fußulkus ohne erhebliche Fußdeformitäten

60 Patienten
trugen den LucRo classic-Schuh

32 Patienten
trugen normales Schuhwerk

Beobachtungszeitraum bis
42 Monate

Zuteilung
Allen Patienten wurde mindestens ein Paar LucRo classic-Schuhe verschrieben. 15 Krankenkassen bewilligten die Kostenübernahme für 60 Patienten im Rahmen von 2/3 der Gesamtkosten. Vier Krankenkassen lehnten die Kostenübernahme für ihre 32 Patienten kategorisch ab.

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Die Patienten wurden bis zu 42 Monate oder bis zum Rezidiv eines Fußgeschwürs lang beobachtet. Im Ergebnis zeigte sich eine deutliche Differenz der jährlichen Rate an Fußgeschwür-Rezidiven zwischen beiden Gruppen.


Um 80 Prozent konnte sich
die Rate an
Geschwür-Rezidiven
im
ersten Jahr verringern


60 Prozent der Patienten mit normalem Schuhwerk erlitten Fußgeschwür-Rezidive. Bei Patienten mit LucRo classic-Schuhen nur lediglich 15 Prozent. Insgesamt kamen Patienten, die den LucRo classic trugen, deutlich länger um ein Geschwür herum.

Grafik zur klinischen Studie zum LucRo classic-Schuh

 
Anteil der Patienten ohne Geschwür-Rezidiv (event-free-patients) mit zeitlichem Verlauf nach Kaplan-Meier. Long-Rank-Test < 0,001

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